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Dynamik im Torschusstraining: Die Vorteile von Rundläufen

Um den Torschuss effizient zu trainieren, bieten Rundläufe eine hervorragende organisatorische Basis. Im Gegensatz zu statischen Übungen, bei denen Spieler oft lange in einer Schlange stehen, viele Pausen haben und selten schießen, garantieren gut geplante Rundläufe kurze Wartezeiten und eine hohe Bewegungsintensität. Durch den ständigen Fluss kommen die Akteure beim Torschuss auf viele Wiederholungen, die für eine Dynamik der Bewegungsabläufe und die Verfeinerung der Schusstechnik bedeutsam sind. Die Spieler bleiben physisch und mental gefordert, da der nächste Abschluss meist nur wenige Augenblicke entfernt ist.

Torschusstraining

Variabilität und Präzision aus allen Positionen

Ein moderner Stürmer muss unberechenbar sein. Deshalb integrieren effektive Rundläufe variable Schussentfernungen sowie verschiedene Schusspositionen und Schusswinkel. Ist der Rundlauf so gestaltet, dass die Bälle im Wechsel aus der Zentrale, von den Flügeln oder nach einer Drehung auf das Tor geschossen werden müssen, wird die Spielrealität perfekt simuliert. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem beidfüßigen Torschuss. Rundläufe erzwingen durch Richtungswechsel oft den Einsatz des schwächeren Fußes, sodass beide Füße regelmäßig zum Einsatz kommen und die Abschlussqualität und die Flexibilität im gegnerischen Strafraum nachhaltig gesteigert werden.

Das Torwartspiel im Torschusstraining 

Ein nicht selten unterschätzter Vorteil von Rundläufen ist das gleichzeitige Torwarttraining. Während die Feldspieler an ihrer Präzision arbeiten, profitiert der Torhüter von einer hohen Frequenz an unterschiedlichen Schüssen verschiedener Spieler in kurzer Zeit. Er muss sich ständig neu positionieren, die Winkel verkürzen und auf verschiedene Schusshärten reagieren. Diese Win-Win-Situation sorgt dafür, dass beide Seiten unter hohem Zeit- und Gegnerdruck agieren und realistische Spielszenarien trainiert werden. Für die Torhüter und das gesamte Team wird das Training deutlich effektiver, schneller und spielnäher. Isolierte Abwehr- und Fangübungen zum Einschleifen der Torwarttechnik verlieren dadurch ihren Reiz und sind nicht mehr zeitgemäß.

Trainingsbeispiel: Torschussrundlauf

Nehmen wir ein Beispiel, einen Torschussrundlauf in einem ca. 25 x 20 Meter großen Feld mit 2 Jugendtoren und Torhütern. Die Spieler mit Bällen bilden 2 Reihen an den Seiten auf Höhe der Feldmitte. Sie dribbeln und schießen nacheinander auf das Tor und reihen sich gegenüber ein. Der Torschussrundlauf sorgt für viele Schüsse aller Spieler, ein häufiges Anwenden der Fußballtechnik und nur kurze Wartezeiten. Außerdem kann der Trainer vorgeben, dass nur mit dem rechten oder linken Fuß geschossen werden soll und die Richtung nach kurzer Zeit gewechselt wird. Als Varianten kann der Trainer Verteidiger oder andere Schusspositionen ergänzen.